Essen für Dein Wunschgewicht – 7 Tipps

Um Gewicht zu verlieren hast Du sicherlich schon Einiges probiert:

Trend- oder Formula-Diäten, Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel, radikale Reduzierung Deiner Kalorienzufuhr, gepaart mit Hunger, Unzufriedenheit, Heißhungerattacken, schlechter Laune, verminderter Leistungsfähigkeit und Null Spaß am Essen.

Vermutlich hattest Du mit diesen Strategien auch kurz- bis mittelfristigen Erfolg. Doch am Ende bist Du mit großer Wahrscheinlichkeit wieder bei Deinem Ausgangsgewicht gelandet.

Dazu eine gewisse Ratlosigkeit, was Dir jetzt noch helfen könnte, Dein Wunschgewicht zu erreichen.

Dass Diäten und Verzicht Dich langfristig nicht weiterbringen hast Du längst verstanden.

Warum änderst Du dann nicht einfach Deine Strategie und probierst es mit dem Gegenteil von alldem, nämlich ESSEN!

Genau das! Nicht der Verzicht auf Nahrungsmittel, sondern Essen bringt Dich langfristig an Dein Ziel, ein gesundes Gewicht zu etablieren, mit dem Du Dich wohl fühlst.

Unsere 7 Tipps helfen Dir dabei!

 

Essen ohne schlechtes Gewissen

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Dein Alltag besteht nicht nur aus Salatbars, Bioläden und  veganen Rohkostbuffets?

In Deinem Supermarkt um die Ecke werden nicht nur Smoothies, Gemüse und Vollkornprodukte verkauft?

Nein, Dein Alltag steckt voller Versuchungen! Da locken Caramel Latte To Go, neben Cookies in jedem Coffee Shop Deiner Stadt, dem ewigen Geburtstagskuchen wohlmeinender Kollegen bei der Arbeit, Parties mit großen Buffets, Wochenenden mit deftiger Hausmannskost bei der Familie, etc.

Du hast gelernt, dass vor allem zucker- und fetthaltiges, übermäßiges Essen den Zeiger auf Deiner Waage fix nach oben schnellen lassen kann.

Also übst Du Dich in Verzicht.

Ein ganz schöner Kraftakt, der auf Dauer in Frustration, Vermeidung, Rückzug und Fixierung mündet.

Ein wahrer Teufelskreis der dazu führen kann, dass Du Dich immer unwohler und unglücklicher fühlst und der ein häufiger Verursacher von Übergewicht ist.

Lerne den Umgang mit kalorienreichen, für Dich verlockenden Nahrungsmitteln.

Gönn Dir! Und zwar regelmäßig, aber in Maßen. Wenn Du genau weißt, dass Du jederzeit ein Stück Kuchen, Schokolade o.ä. essen kannst, lässt die Fixierung darauf automatisch nach und die Gelüste nehmen ab.

Gib Deinen Gelüsten also nach und schlemme in kleinen Dosen.

Das macht Dich zufriedener, als die mit schlechten Gewissen und heimlich verschlungenen vier Stück Kuchen oder die zwei Tafeln Schokolade.

 

Bewusst essen

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Setzt Dich mit Deinem Essen auseinander, aber nicht analytisch sondern sinnlich!

Schieb die Gedanken an Fett, Eiweiß, Kohlenhydrate und Kalorien beiseite, nimm Dir Zeit zum Essen und lerne, wieder zu genießen.

Egal ob der Apfel in der Pause, der Salat am Mittag, das Stück Geburtstagskuchen am Nachmittag oder das Curry am Abend – Genieße Dein Essen mit allen Sinnen!

  • Schau Dir Deine Mahlzeit genau an und freue Dich darüber/darauf.
  • Iss in Ruhe und mit Bedacht.
  • Iss langsam.
  • Kaue gründlich.
  • Versuche alle Aromen bewusst wahrzunehmen.
  • Konzentriere Dich auf Dein Essen und vermeide Ablenkung (laute Musik, Lesen, Gespräche, TV, PC, etc.)

 

Frage Dich auch, was für Dich zu einem genussvollen Essen dazu gehört – ein schön gedeckter Tisch, der Espresso danach, etc….

Hol in Zukunft soviel Genuss aus Deinen Mahlzeiten, wie möglich.

Beobachte, wieviel zufriedener Dich diese Art zu essen macht und wieviel weniger Du danach das zuckrige Dessert als Ersatzbefriedigung benötigst.

 

Essen, was Dein Körper braucht

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Leider haben die meisten im gehetzten, stressigen Alltag verlernt, zu spüren, wie es ihnen gerade geht und was sie oder ihr Körper jetzt brauchen.

Lerne unbedingt wieder, Deinen Körper zu spüren. Nur so kannst Du seine Signale wahrnehmen und auf diese Vertrauen.

Dein Körper sagt Dir nämlich ganz genau, welche Nährstoffe er gerade benötigt und wieviel.

Das erfordert allerdings ein wenig Übung, je nachdem wie sehr Du Dich von Deinem Körpergefühl entfernt hast.

Um wieder eine gute Beziehung zu Deinem Körper aufzubauen, solltest Du Dich öfter im Laufe des Tages:

  • fragen, wie es Dir gerade geht und
  • wie sich Dein Körper gerade wo anfühlt.
  • wahrnehmen, was Du spüren kannst, ohne zu bewerten.

Das kannst Du zum Beispiel schon morgens unter der Dusche machen, wenn das warme Wasser auf Deine Haut prasselt, oder auf dem Weg in die Uni oder zur Arbeit.

Nimm Deinen Herzschlag wahr, die Atmung, wie fühlt sich Dein Kopf an, etc.

Mit der Zeit wirst Du immer schneller und präziser auf diese Fragen antworten können.

Dein Körper wird Dir irgendwann ungefragt mitteilen, was er wirklich braucht, so auch beim Essen.

Deine Nahrungsaufnahme wird so nicht länger von Emotionen wie Stress oder Unzufriedenheit gelenkt sein, sondern durch Deinen tatsächlichen Nährstoffbedarf.

Auch wirst Du wirklichen Hunger von Appetit oder Gelüsten besser unterscheiden können sowie besser spüren, wann Du satt bist.

 

Regelmäßig essen

Wie zu Beginn gesagt, bringst Du durch “Nicht-Essen” am Ende mehr auf die Waage, als Du möchtest.

Ausgefallene, übersprungene Mahlzeiten, um etwa Kalorien zu sparen, bewirken, dass Du anfängst, unkontrolliert Nahrung aufzunehmen.

Da Lebensmittel überall und ständig verfügbar sind, passiert Folgendes: Ein Happen hier, ein Bissen da und schwupp hast Du, ohne es zu merken, Kalorien zu Dir genommen, derer Du Dir gar nicht bewusst bist.

Mach Dir klar, wie viele Mahlzeiten Du am Tag benötigst, bzw. Du zu Dir nehmen möchtest.

Das ist typabhängig, bzw. bedingt durch die Struktur Deines Tages.

Wichtig ist, dass Du in kein Hungerloch mehr fällst, weil Du entweder eine Mahlzeit hast ausfallen lassen oder die Abstände zwischen dem Essen zu lang gewählt hast.

 

LEBENSmittel essen

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Industriell verarbeitete, also Fertignahrung bereitet dem Organismus meistens Probleme.

Zu viel Zucker und Fett, zu wenig Ballast- und Vitalstoffe, dafür reichlich Zusatzstoffe und Kalorien. Das überfordert und belastet auf Dauer den robustesten Organismus.

Der Verzehr von Fertignahrung führt häufig zu mangelnder Sättigung und damit Überessen, Unverträglichkeiten, schlechter Laune und folglich zu Übergewicht.

Verzichte so gut und so oft es geht auf industriell hergestellt Nahrung.

Greife besser zu frischen Lebensmitteln. Pack Dir, wenn Du einkaufen gehst, gleich vorne, in der Obst- und Gemüseabteilung Deinen Korb voll. Hier darfst Du wirklich aus dem Vollen schöpfen.

An Gemüse und Obst – bunt, frisch, abwechslungsreich und aromatisch – darfst Du Dich richtig satt essen, denn so bekommt Dein Körper alles, was er braucht!

Die beste Strategie gegen Heißhungerattacken!

 

”Hungermacher” verbannen

Es gibt Lebensmittel, die Dich regelrecht hungrig machen, weil sie z.B. Deinen Insulinspiegel in die Höhe schnellen lassen. Dazu gehören:

  • Zucker
  • Weißmehlprodukte
  • raffinierte Getreideprodukte wie weißer Reis
  • viele Fertig- und Fast Food-Produkte
  • Alkohol

Aber auch der Verzehr von Lightprodukten und vor allem Süßstoff kann nagenden Hunger und damit regelrechte Heißhungerattacken auslösen.

 

Essen mit Hunger bis zur Sättigung

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Du solltest nur essen, wenn Du körperlichen Hunger hast, nicht, weil Du erschöpft, gekränkt, gestresst, etc. bist.

Lerne, zu unterscheiden zwischen körperlichen und seelischen Bedürfnissen und befriedige diese Bedürfnisse entsprechend.

Iss nur so lange und so viel, bis Du satt bist. Lerne, das Gefühl der Sättigung wahrzunehmen und nimm es ernst.

Vielleicht hilft es Dir, nach Eintritt der Sättigung ein Glas Wasser zu trinken oder Deine Zähne zu putzen, um zu signalisieren, dass die Mahlzeit beendet ist.

Schau Dir unsere Tipps genau an und ändere Dein Verhalten und Deinen Umgang mit dem Essen nach und nach.

Nimm Dir für den Anfang nicht zu viel vor. Integriere erstmal die Tipps von denen Du glaubst, sie einfach und schnell um setzen zu können.

Wenn Du das gemacht hast, nimmst Du Dir den nächsten vor und dann den nächsten und den nächsten und so weiter…

Das hier ist keine Crash-Diät, die Dir innerhalb kürzester Zeit viele Kilos abringt.

Nur wenn Du langfristig und stetig Dein Essverhalten änderst, wirst Du mit der Zeit Dein Ziel erreichen – bei bester Laune, Leistungsfähig und ohne Verzicht.

Wichtig ist, dass Du JETZT damit beginnst, dass Du am Ball bleibst und Dich von Rückschlägen nicht entmutigen lässt.